sind im Eigenentwurf
entstanden und von Hand angefertigt. Als Hauptmaterial verwende
ich hierbei Silber.
Als Stilmittel in meinen Schmuckstücken verwende ich häufig Teile der
heraldischen Lilie. Die heraldische Lilie oder auch Bourbonen-Lilie genannt
symbolisiert in der Heraldik Unschuld und Reinheit. Außerdem
ist sie das Attribut des Erzengel Gabriel und vieler Heiligen.
Am liebsten verwende ich die Steine Granat und den roten Achat.
Der Granat ist der "Karfunkelstein" des Mittelalters
und der Antike.
Granatamulette sollten Glück, Reichtum und Segen bringen. Der rote Achat
galt in der Antike als Stein der Treue, den man ständig
bei sich trug. Er soll Gesundheit, ein langes Leben, Wohlstand
und Frieden bringen.
besitzt das größte
Reflektionsvermögen aller Metalle und wirkt stark
antiseptisch
Chemisch reines Silber 1000/1000 besitz eine schöne weisse Farbe,
die so von keinem anderen Metall erreicht wird, Es nimmt einen starken
Glanz an und sowohl seine Hochglanzpolitur als auch seine mattierten
Tönungen kennzeichnen es als sehr edlen Werkstoff. Es ist gegen
Sauerstoff unempfindlich und oxidiert somit nicht an der Luft, im Wasser
oder beim Erhitzen. Das bekannte Anlaufen des Silbers, das oftmals als
sehr lästig empfunden wird beruht auf anderen chemischen Einflüssen.
In der Luft ist oft ein gewisser Prozentsatz Schwefelwasserstoff enthalten,
der sich besonders in Heizperioden in geschlossenen Räumen erheblich
steigert. Silber besitzt dann die Eigenschaft sich leicht mit Schwefel
zu schwarzem Schwefelsilber zu verbinden (mit Schwefeloxyd erzeuge ich übrigens
auch die Schwärzung auf meinen Schmuckstücken): Der geringe
Schwefelgehalt der Luft, nicht die Verbindung mit Sauerstoff, genügt
also um ein Anlaufen des Silbers hervorzurufen, es oxidieren
zu lassen
Gediegenes Silber wird wie Gold selten rein verarbeitet.
Silber wird zur Herstellung von Schmuck, Bestecken usw.
mit Kupfer legiert. Die
Feinheit wird in Tausendteilen angegeben. Das Silber
935/1000 ist das feinste
erhältliche Silber und wird Sterlingsilber genannt.
Beim Silber 925/1000 ist die rötliche Farbe des Kupfers von kaum
sichtbarem Einfluss. Es behält seine schöne weisse Farbe, sodass
diese Legierung nicht zusätzlich versilbert werden
muss, wie es beim Silber 800/1000 der Fall ist.
Zum Handwerk:
erfordert nicht nur ein hohes
Maß an
Konzentration, Geduld und feinhandwerklichem Können sondern auch ein
enormes Talent an zeichnerischen Darstellungen, sei es in Schrift, Bild
oder ähnlichem. Alles was der Handgraveur per Meissel oder Stichel
umsetzen möchte, muß zuvor exakt von Hand auf das jeweilige
Material zeichnerisch übertragen werden... je besser die Zeichnung
also, desto exakter die Gravur.
Ein gutes Grundwissen in der Heraldik (Wappenkunde) ist ebenso wichtig,
da Siegelringe und Petschaften einen großen Bestandteil des zu gravierenden
Bereiches einnehmen.
Der Handgraveur stellt einen Großteil seiner Werkzeuge aus Werkzeugstahl selbst her, so zum Beispiel: den Polierstahl, den Polierstahl mit Anreißnadel, die Meissel, die Punzen, die unterschiedlichsten Formen der Stichel, seinem Hauptarbeitswerkzeug und den Zieseleurhammerstiel aus Buchsbaum, Pfaffenhütchen oder Buche.
auf französisch: „graver“,
englisch: „engrave“ bezeichnet einen schneidenden Vorgang
mittels eines Werkzeuges, das „Stichel“ genannt wird und
bei welchem - ähnlich wie bei einem Pflug – durch Überwindung
des zu zerspanenden Materials (z.B. Metalle, Kunststoffe, Elfenbein etc.)
eine Furche gegraben wird, die je nach verwendetem Stichel verschiedene
Tiefen und Querschnitte zeigt.
Die ersten Spuren menschlicher „Hantierungen“, die als Vorstufe des Gravierens anzusehen sind führen bis in die Urzeit der Menschheit zurück. Schon die damaligen Völker zeigten eine überraschend künstlerische Befähigung, die sich darin äußerte, dass sie Gegenstände ihrer Umwelt oder Behausung z.B. Geräte, Werkzeuge, Gefässe und Waffen durch das Einritzen und Eingraben von Zeichen und Figuren kennzeichneten und verzierten.
Besonders wertvoll sind Funde die in Höhlen der Dordogne in Südfrankreich gemacht wurden. Es sind prächtige Gravierungen auf Tierknochen, hauptsächlich Fische, Steinböcke, Wildpferde, weidende Rentiere, Menschen mit Pferden etc., die eine erstaunliche Beobachtungsgabe bekunden. Die Entstehungszeit dieser Darstellungen ist jedoch nur schwer festzulegen.
Genaueres erfährt man über die Hauptgebiete eines Graveurs, dem Ziergravieren, der Schrift-, Stempel- und Siegelgravuren. Frühzeitig begegnet man vor allem zweckbestimmten Arbeiten, wie dem Schrift – oder Zeichenstempel erhaben oder den Siegelrollen oder Siegelstöcken in vertiefter Ausführung, die zum Eindrücken oder farbigen Aufdrucken bestimmter Zeichen auf verschiedenstem Material angewandt wurden.
Ebenso wurden sie zur plastischen Wiedergabe von
Symbolen und figürlichen Gravierungen in Pasten, Wachs und ähnlichen
bildsamen Stoffen verwendet. Besonders die Siegelgravierung, die von
den Sumerern und Babylonieren bis zur hohen Vollendung entwickelt wurde,
gilt als älteste angewandte Kunst. Aus der Siegelform entwickelte
sich fast zwangsläufig die Prägeform der Münzen und Medaillen.
So entstanden dann auch alle zur Vervielfältigung reliefartiger
Darstellungen dienenden Prägeeinrichtungen.
Ausgangspunkt war jedoch immer die Ziergravierung.
sind nicht getrennt voneinander, sondern mit- und nebeneinander entstanden. Sie waren alle Materialgebunden und somit auch lange Zeit in ihrer Entwicklung gehemmt. Eine entscheidende Wende trat mit der Metallzeit ein, jener kulturgeschichtlichen Periode, die auf die Steinzeit folgte. Schon in der Steinzeit kündigte sich die Kenntnis von Metallen, die in der alten Welt mindestens bis ins 4. Jahrtausend vor der Zeitrechnung zurückgeht, dadurch an, dass man gediegen vorkommende Metalle in derselben Weise wie Steine, durch Behämmern zu Schmuck verarbeitete, insbesondere Gold und Kupfer. Die ältesten Dokumente dafür bestehen in altasiatischen Funden und solchen einiger Indianerstämme Nordamerikas, die ihre Geräte aus gediegenem Kupfer schmiedeten.
Ein wesentlicher Fortschritt für die Gravierkunst fand jedoch in der sogenannten
Kupferzeit statt, die jedoch oft nicht als selbständige Kulturperiode
Geltung findet. Anstelle des Feuersteins trat nun nämlich der Stichel
aus gehärtetem Kupfer zutage, mit dem sich das reine Kupfer leicht bearbeiten
liess.
In der folgenden Bronzezeit, Mitte des 3. Jahrtausends vor der Zeitrechnung erreichte die Bearbeitung von Edelmetallen eine erstaunliche Höhe. Es wurde nicht nur meisterhaft geschmiedet, sondern ebenso meisterhaft graviert und zieseliert. Die damaligen Versuche Kupfer durch den Zusatz anderer Metalle zu verbessern, vor allem zu härten, führten zu der Legierung von Kupfer und Zinn, der Bronze. Die Metallbearbeitung erreichte durch sie eine Blütezeit, deren Ergebnisse auch heute noch zu den Schönsten in vielen Museen gehören und in ihrer Zusammensetzung zugleich auch ein ideales Material zur Gravierung und Zieselierung war.
Zur höchsten Vollkommenheit gelangte die Metallgravierung erst in der
Eisenzeit, im 2. Jahrtausend vor der Zeitrechnung. Das Eisen wurde zunächst
weniger als Werkstoff, denn vielmehr als Material für Werkzeuge genutzt.
Die Goldglänzende Bronze blieb weiterhin das bevorzugte Metall, doch die
größere Widerstandsfähigkeit des Eisens gestattete eine weit
präzisere Gestaltung der Werkzeuge und somit auch der feineren Metallbearbeitung,
die auch dadurch immer reicher und vielseitiger wurde.
Von besonderer Bedeutung sind dabei die Dinge, die bereits Schrift in irgendeiner Form aufwiesen, denen die Geschichtsschreibung auch die wichtigsten Anhaltspunkte für die Forschung aus ältester Zeit verdankt.
Aus den Geschehnissen, die die Gravierkunst von damals offenbart, entwickelte sich eine datenmäßig belegte Kunst- und Kulturgeschichte, ohne die die Erforschung ungeheurer Zeiträume unmöglich gewesen wären.